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Herzlichen Glückwunsch Herrn Willi Mertzlufft zu seinem 80. Geburtstag


Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag

Wo sind die 80 Jahre nur geblieben, waren die Worte von Willi Mertzlufft an seinem 80. Geburtstag.
Wenn man Willi Mertzlufft kennt, kann man es kaum glauben, dass er drei Tage nach Weihnachten seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Als jüngstes von drei Kindern erblickte er am 27. Dezember 1930 das Licht der Welt. Als 9-jähriger wurde er am 1. September zusammen mit seiner Familie nach Markgraitz ins Frankenland evakuiert. Nach einem Jahr durfte die Familie zwar zurück in ihre Heimat, allerdings musste sie zunächst für ein weiteres Jahr nach Queichheim bei Landau, da das Elternhaus zwischenzeitlich von den Nazis abgerissen worden war. Nach Beendigung seiner Schulzeit erlernte Willi Mertzlufft den Beruf des Huf- und Wagenschmiedes in Kapsweyer in der Schmiede von Josef Brenzel, damals besser bekannt als „Schmidsepp“. In dieser Zeit gab es in Kapsweyer als Folge der Zerstörungen durch den 2. Weltkrieg viel zu tun. So musste er z.B. als Lehrling mit dem Zug nach Neustadt fahren um das Eisen für das Turmkreuz und den Wetterhahn der Pfarrkirche zu besorgen, da in dieser Zeit noch keine Lieferungen mit dem LKW möglich waren. Nach den Gesellenjahren besuchte Willi Mertzfufft 1953 die Hufbeschlagschule in Karlsruhe und legte seine Meisterprüfung als Hufschmiedemeister im selben Jahr in Kaiserslautern ab. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Schmieden bis er 1954 als Brücken- und Stahlbauer zur Firma Gollnor nach Karlsruhe wechselte. Er war dabei, als die Stahltreppe in der Gedächtniskirche in Berlin eingebaut wurde. Außerdem arbeitete auf der badischen Seite an der Stahlkonstruktion für die neue Rheinbrücke bei Wörth mit. 1968 wechselte er zu Daimler Benz nach Wörth und arbeitete bis zum Erreichen des Rentenalters 1991 in der LKW Montage.
Willi Mertzlufft war auch aktiver Sänger und langjähriger Rechner beim Cäcilienverein. Seine große Leidenschaft war das Theaterspielen nach dem Krieg im Saal der Gaststätte Conrath. Gerne erzählt der Jubilar aus seiner Jugendzeit, als er zusammen mit seinen Freunden Alois und Josef immer wieder den einen oder anderen Streich spielte. Ruhiger wurde es dann 1958 als er mit seiner Frau Magda eine Familie gründete und er Vater von zwei Töchtern wurde. Auch vor Schicksalsschlägen blieb er nicht verschont, so verstarb bereits 1976 nach schwerer Krankheit seine erste Ehefrau. Nach einigen Jahren heiratete er seine heutige Frau Elisabeth.
Ein Lebensabschnitt, an den sich Willi Mertzlufft gerne zurück erinnert und den er selbst als eine sehr schöne Zeit beschreibt, waren die vergangenen 17 Jahre, in denen er in seiner Heimatgemeinde mithalf die anfallenden Arbeiten zu erledigen. Oft war er sonntags mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs und schaute welche Arbeiten demnächst anstehen und wie sie am besten zu erledigen waren. Mit einen Augenzwinkern und einem Lächeln im Gesicht gestand er, dass er gerne noch ein paar Jahre weiter gemacht hätte, wenn das Alter nicht wäre.
Den guten Wünschen von seiner Familie, Nachbarn und Bekannten schlossen sich auch Bürgermeister Hermann Paul und Beigeordnete Renate Ehrstein an, verbunden mit dem Dank für die geleistete Arbeit und dem Wunsch, dass er der Gemeinde weiterhin mit seiner Erfahrung zur Verfügung steht.

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