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Herzlichen Glückwunsch für Gertrud und Rudolf Streicher zur Goldenen Hochzeit


Herzlichen Glückwunsch zur Goldenen Hochzeit

Am Dienstag, dem 15. Mai 2007 feierten Frau Gertrud Streicher geb. Neufeld und Herr Rudolf Streicher ihr goldenes Ehejubiläum. Ihr Ja-Wort gaben sich beide vor 50 Jahren in der Pfarrkirche St. Ulrich in Kapsweyer, wo sie von dem damaligen Ortspfarrer Carl-Otto Günther getraut wurden.
Frau Streicher, geboren 1934 kannte ihren Rudolf bereits von Kindesbeinen an, da beide in Kapsweyer geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen sind. Das erste Jahr ihrer Schulzeit erlebte Frau Streicher im Frankenland. 1939 wurden ihre Eltern nach Bamberg evakuiert und fanden bei der Bäckerei Hoh eine neue Unterkunft, während ihre Großeltern in Strullendorf eine neue Heimat fanden. Die Schrecken des Krieges erlebte Frau Streicher hautnah als 1944 ihr Vater in Serbien vermisst gemeldet wurde. Als 1949 auch ihr Großvater an den Spätfolgen aus dem ersten Weltkrieg verstarb musste sie alleine bis zu ihrer Eheschließung, mit ihrer Mutter und Großmutter, den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften. Ähnlich wie Frau Streicher erlebte ihr späterer Ehemann das erste Kriegsjahr. Gemeinsam mit seiner Familie wurde Herr Streicher nach Burgebrach in die heutige Partnergemeinde von Kapsweyer evakuiert und im Verwaltungshaus der BayWa bei der Familie Diller untergebracht. Noch gut kann sich Rudolf Streicher an die Zeit in Burgebrach erinnern. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist ihm das „Forellenhäuschen“ in dessen Umgebung die Kinder von Burgebrach gerne spielten. Ein wenig bedauert er heute, dass er kriegsbedingt keine weiterführende Schule besuchen konnte, obwohl er bereits von dem damaligen Pfarrer Pfanger in Latein unterrichtet wurde. Beide Familien wurden 1944 noch ein zweites Mal evakuiert, diesmal nach Nussdorf bzw. nach Steinweiler. Diese zweite Evakuierung verhinderte die Zwangsumsiedling nach Lothringen, wofür beide Familien neben weiteren landwirtschaftlichen Betrieben, auch wegen ihres kirchlichen Engagements, vorgesehen waren.
Nach Kriegsende war sowohl das elterliche Anwesen von Gertrud wie auch das von Rudolf Streicher völlig zerstört, so dass beide Familien eine große Kraftanstrengung aufbringen mussten um wieder ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Das Haus in dem Gertrud und Rudolf Streicher heute wohnen wurde drei Jahre nach der Hochzeit fertig gestellt. Bis dahin wohnte das junge Paar im elterlichen Betrieb von Rudolf. Gemeinsam bauten sich Gertrud und Rudolf Streicher einen landwirtschaftlichen Betrieb auf, der zurzeit von den beiden Söhnen mit der Unterstützung der Eltern als GbR weitergeführt wird. Lagen vor 50 Jahren die Schwerpunkte des Betriebes bei der Viehhaltung, dem Acker- und Weinbau und einer Obstabfindungsbrennerei, so spielt heute die Viehhaltung keine Rolle mehr im Betrieb der Jubilare, für die die Landwirtschaft schon immer mehr als nur Broterwerb war – es ist für sie bis heute eine Lebensaufgabe.
Über viele Jahre war Rudolf Streicher auch in der Gemeinde engagiert. 1964 war er Mitbegründer der CDU in Kapsweyer und war deren Vorsitzender von 1970 bis 1976. Mitglied des Gemeinderates war Herr Streicher von 1969 bis 1984. In dieser Zeit war er auch zehn Jahre, von 1969 bis 1979, Beigeordneter seiner Heimatgemeinde. Viele Jahre war Rudolf Streicher auch Vorstand des örtlichen Raiffeisens, bis dieser mit der Volksbank fusioniert wurde.
Gerne erinnern sich Gertrud und Rudolf Streicher an die vergangenen 50 Jahre zurück, in denen sie immer gemeinsam alle Höhen und Tiefen bewältigten. Besonders stolz sind beide auf ihre beiden Söhne und vier Enkeln, die ihren Eltern und Großeltern ganz herzlich zu ihrem Jubiläum gratulierten.
Neben der Familie, den Freunden und Nachbarn wünschten auch Bürgermeister Hermann Paul und Beigeordnete Renate Ehrstein im Namen der Ortsgemeinde dem Jubelpaar alles Gute, Gesundheit und für die Zukunft noch viele gemeinsame glückliche Jahre im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder.

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